Kellereinbruch mal anders

Kellereinbruch mal anders

Vorhängeschloss

Eigentlich war ich immer der Meinung, mir passieren ständig merkwürdige Dinge. Aber auch andere erleben anscheinend äußerst Skurriles.

Am vergangenen Samstag klingelte mein Nachbar bei mir und Fragte mich, ob ich eine Andrea F. kennen würde, was ich nach kurzer Überlegung allerdings verneinen musste. Mit der Frage hatte er mich natürlich neugierig gemacht, so dass ich den Grund seiner Neugier ergründen wollte.

Vorhängeschloss
Vorhängeschloss sichert die Kellertür zusätzlich
© nhd

Bei ihm im Keller sei eingebrochen worden, sagte er. Allerdings sei nicht verschwunden, sondern das Gegenteil wäre der Fall. Statt einen Verlust zu beklagen, ärgerte er sich darüber, dass ein unbekannter einige Dutzend Kartons in seinem Keller deponiert hatte, so dass er selbst nicht mehr an seine Sachen gelangte. Deshalb hatte er kurzerhand alle Kisten aus seinem Keller entfernt und auf dem Flur gelagert.

Abgesehen davon, dass jemand irgendwelche Kisten in seinem abgeschlossenen Keller gelagert hatte, fragte er sich, zu recht, wer außer ihm eigentlich noch einen Schlüssel zu seinem Keller hat.

Neben der Frage, wer unzulässigerweise einen Schlüssel zu den von ihm gemieteten Räumen besitzt, tat sich auch die Frage nach dem weiteren Vorgehen auf. Nach kurzer Beratung kamen wir zu dem Schluss, dass es wohl das Beste sei, die Polizei zu benachrichtigen, die dann Täter und rechtmäßigen Besitzer der Abgestellten Gegenständer ermitteln könnte.

Nachtrag: Ein Anruf bei der Polizei brachte nicht wirklich was. Dort fragte man sich eher, wo das Problem sei, es sei ja schließlich nichts abhanden gekommen. Mittlerweile hat sich auch der rechtmäßige Besitzer ausfindig machen lassen. Es handelte sich bei den Kartons um eine Lieferung an Frau F., die selbst zwar nicht im Haus wohnt, aber einen Kellerraum im Haus angemietet hat, um dort ihre Waren, die sie regelmäßig geliefert bekommt, zu verstauen. Der Lieferant, hat einen Schlüssel, um eigenständig die Lieferungen im angemieteten Kellerraum zu verstauen. Diesmal kam eine Aushilfe oder ein neuer Fahrer, der sich offensichtlich noch nicht so recht auskannte und sich auch prompt in der Tür geirrt hatte. Letztendlich bleibt die Frage, wieso ein Lieferant einen Schlüssel zu einem Kellerraum hat, in dem er nichts zu suchen hat und für welche Räume mag dieser Schlüssel noch passen? Vielleicht erklärt das auch, wie Fahrräder aus einem verschlossenen Fahrradkeller verschwinden konnten. Mein Nachbar jedenfalls ist nicht sehr glücklich mit dieser neuen Erkenntnis und hat seinen Keller mittlerweile mit einem zusätzlichen Schloss gesichert, das seine Besorgnis über diesen Zustand sehr deutlich zum Ausdruck bringt.

Update (27.03.2015)

Wie weitere Nachforschungen zu diesem Vorfall ergeben haben, soll der fragliche Lieferant nun doch keinen Schlüssel gehabt haben, der zur Kellertür des falschen Empfängers passte. Stattdessen soll er sich gewaltsam Zugang zu dessen Keller verschafft haben, indem er das Schloss irgendwie zur Seite gedrückt hätte, was offensichtlich ausreichte, sich Zugang zum Keller zu verschaffen. Da stellt sich dann die Frage, wie sicher diese Kellerschlösser überhaupt sind.

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